
Wer sich entschließt, eine Katze in seinen Haushalt aufzunehmen, muss auch bereit sein, die Verantwortung für das Tier zu übernehmen. Mit der Anschaffung einer Katze bekommen Sie nicht nur einen verspielten, verschmusten, vielleicht auch eigenwilligen Hausgenossen, von dem Sie sich zu Recht viel Freude versprechen. Sie übernehmen zugleich Verantwortung und Fürsorge für ein schutzbedürftiges, von Ihnen abhängiges Lebewesen !
Eine Katze kann man nicht "auf Probe" anschaffen und bei den ersten auftretenden Problemen wieder zurückgeben. In dem Moment in dem Sie eine Katze bei sich aufnehmen tragen Sie die Verantwortung für den Rest des Katzenlebens. Ein seriöser Züchter wird alles tun, um dem Katzenbaby einen guten Start ins Leben zu ermöglichen, und Ihnen einen gesunden Hausgenossen zu übergeben an dem sie nur Freude haben. Sollten irgendwann im Laufe des Katzenlebens Probleme auftreten, wird er versuchen Ihnen mit Rat und Tat beiseite zu stehen. Eine Garantie für ewige Gesundheit und die weitere Entwicklung kann aber leider niemand geben.

Habe ich genügend Platz bzw. die Möglichkeit die Wohnung katzengerecht einzurichten?
Eine Katze benötigt ebenso, wie jedes andere Lebewesen auch, Platz. Eine Katze liebt die Abwechslung und die muss
ihr geboten werden können.
Falls schon andere Tiere im Haushalt leben, sollte man sich darüber im klaren sein,
dass es anfänglich Probleme geben kann. Hierbei kommt es sicherlich auf die Art des Tieres an. Kleintiere wie
Mäuse, Hamster oder Vögel wird die Katze sicher als Beute ansehen. Man muss folglich stets wachsam sein,
denn Katzen sind sehr geschickt und kriegen einen schlecht zugemachten Käfig mit Geschick und Cleverness auf.
Wohnt bereits eine Katze im Haushalt, so muss man sich auf anfängliche Zankereien einstellen. Eine neue Katze
stellt immer einen Eindringling dar, gegen den die Alteingessene sich verteidigen muss. Es kann auch sein, dass
sie von Anfang an angenommen wird, was häufig bei kleinen Kätzchen der Fall ist. Lebt ein Hund im Haushalt, so
kann man nichts Generelles sagen. Katzen und Hunde sind ein ganz eigenes Thema. Auf jeden Fall muss man bei einem
ersten Zusammentreffen vorsichtig sein und ganz genau beobachten wie die Tiere sich verhalten.
Kann ich mich damit abfinden, dass eine Katze nicht immer das macht, was ich will? Katzen sind eigensinnig, und
gerade deswegen werden sie ja auch so geliebt. Eine Katze macht lediglich das, was sie selber für sinnvoll und
nützlich erachtet. Ihr ist es egal, ob sich ihr Besitzer darüber freut oder ärgert, so etwas interessiert sie
persönlich nicht. Wenn man sich mit diesem Verhalten nicht anfreunden kann, dann sollte man sich keine Katze
zulegen, da weder die Katze, noch der Besitzer zufrieden wären.
Macht Ihnen die Reinigung des Katzenklos, die Zubereitung des Futters und auch mal das Beseitigen von Erbrochenem
nichts aus?

Zuerst sollte man sich überlegen, welchen Geschlechts die Katze sein soll. Die Kastration eines Katers ist billiger
als der entsprechende Eingriff bei einer Katze. Der Kater wird normalerweise etwas größer, was als Vor- oder Nachteil
empfunden werden kann.
Die Rasse spielt natürlich auch eine Rolle. Neben vielen guten Büchern, in denen man schauen kann welche Katze genau die
Voraussetzungen erfüllt, die man an ihn stellt, kann man sich auch bei Züchtern direkt, auf Ausstellungen oder im Internet
erkundigen. Sucht man keine bestimmte Rasse, dann ist ein Besuch im Tierheim ratsam, die voll sind mit Katzen, die sich
nach Liebe, Zuneigung und einem neuen Zuhause sehnen. Generell sollte man keine Katze aus dubiosen Quellen kaufen- erst
recht nicht, wenn einem eine angebliche Rassekatze zu sehr günstigen Konditionen angeboten wird, die ein Vielfaches unter
dem Züchterpreis liegen. Solche "Vermehrer" sollten keine Unterstützung erfahren, leben sie doch lediglich von
der Ausbeutung der Tiere. Die wenigsten dieser Katzen sind gesund bzw. haben schon ein Mal einen Tierarzt gesehen. Seriöse
Züchter hingegen geben ihre Katzen nur vollkommen gesund ab und stehen einem stets mit Rat und Tat zur Seite.
Soll es eine Katze oder gleich zwei (oder mehr) sein? Vieles spricht für ein Katzenpärchen, wobei es sich nicht unbedingt
um ein "Ehepaar" handeln muss, also nicht nur um ein Männchen und um ein Weibchen. Bei kastrierten Katzen spielt
das Geschlecht - zumindest in dieser Beziehung - keine große Rolle mehr. Zwei Katzen leisten einander gegenseitig
Gesellschaft, besonders wenn man sie tagsüber - beruflich bedingt - allein lassen muss. Auch stimmt es nicht ganz, dass
Katzen Einzelgänger sind- sie jagen zwar gemeinsam, lieben jedoch Gesellschaft ebenso wie wir Menschen.

© Dieser Text stammt von Britta Singethan. Er kann gerne auf anderen Seiten veröffentlicht werden wenn dabei ein Hinweis auf die Verfasserin und ein Link zur Homepage angebracht wird.