
| Einleitung |
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Katzen sind Raubtiere. Deshalb ist ihr Körperbau in hervorragender Weise auf diejenigen Umweltverhältnisse ausgerichtet,
die sie in ihrem natürlichen Lebensraum vorfinden. Katzen können meisterhaft schleichen, springen und klettern. Dabei
wirken sie geschmeidig und elastisch. All dies wird ihnen durch das harmonische Zusammenspiel von Skelett, Sehnen und
Muskeln ermöglicht. Die Katzenpfoten entsprechen auch den kätzischen Erfordernissen. Die Tiere haben die Fähigkeit, sich
sachte und leise fortzubewegen, aber auch kräftig zuzupacken und hohe Hindernisse zu erklimmen, wenn es notwendig ist.
Ebenso ausgeprägt sind die Sinnesorgane der Katze. Sie kann ausgezeichnet hören und sehen. Ihre Augen passen sich den
Lichtverhältnissen an und nehmen auch noch bei spärlichstem Licht Gegenstände wahr. Weiteres über Sinnesleistungen und
Fähigkeiten erfahren Sie auf dieser Seite. Inhaltsübersicht: |

| Kopfbereich | |||
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Zunge 1. Geschmacksknospen 2. Widerhäkchen 3. Geschmacksknospen |
Ohr 1. äußerer Gehörgang 2. Hammer, Amboss, Steigbügel 3. Trommelfell 4. Mittelohr 5.Eustasische Röhre 6.Hörnerv 7.Schnecke 8.Schneckengang 9.ovales Fenster |
Nase 1. Hypothalamus 2. Nasenhöhle 3. Maul 4. Zunge 5. Kanal 6. Gehirn 7. Riechkolben 8. Nasenschleimhaut 9. Jakobsonsche Organ |
Auge 1. Bindehaut 2. oberes Lid 3. Iris 4. Hornhaut 5. Linse 6. Kammerflüssigkeit 7. unteres Lid 8. Aufhängeapparat 9. Unterer Augenmuskel 10. Sehnerv 11. Glaskörper 12. Netzhaut 13. Gefäß 14. Lederhaut |
| Lymphsystem der Katze |
| Neben dem Blutgefäßsystem durchzieht das Lymphgefäßsystem als weitverzweigtes Netz den Körper. Der Inhalt der Bahnen ist Lymphe, eine Flüssigkeit, die aus dem Körper stammt, bestimmte Filterstationen - die Lymphknoten - durchläuft und dann wieder dem Blut zugeführt wird. Befinden sich jetzt krankmachende Keime in dieser Lymphe, so können diese in den Lymphknoten ausgefiltert werden und führen hier zu Reaktionen, die als Umfangsvermehrungen der Lymphknoten sichtbar werden. |
| Auf das Fell sind einige wesentliche Lymphknoten in ihrer Lage aufgezeichnet | ||
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| 1. Ohrspeicheldrüsenlymphknoten | 2. Kehlgangslymphknoten | 3. Oberflächliche Halslymphknoten |
| 4. Achselhöhlenlymphknoten | 5. Oberflächliche Leistenlymphknoten | 6. Kniekehllymphknoten |
| Aktiver Bewegungsapparat - Skelettmuskulatur |
| Die Bewegung der Gelenke erfolgt durch die Einwirkung der Muskeln. Jeder Muskel besitzt einen Ursprungsbereich, der oberhalb des Gelenkes liegt und einen Ansatz unterhalb des Gelenkes. Wird jetzt der Muskel durch Einen Nervenreiz veranlasst, sich zusammenzuziehen, so verkürzt er sich. Da zwischen Ursprung und Ansatz das Gelenk liegt, können die Knochen bei der Verkürzung des Muskels bewegt werden. Als wesentliche Wirkungsgruppe unterscheidet man zwischen den Muskeln nach ihrer Funktion: Beuger, Strecker und Dreher. Die Wirkungsweise eines Muskels hängt immer von der Lage seines Ursprungs und Ansatzes ab. |
| Darstellung der oberflächlich gelegenen Muskulatur | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Passiver Bewegungsapparat - Knochen und Gelenke |
| Das tragfähige Skelettsystem gibt dem Katzenkörper seine Stabilität und schütz gleichzeitig empfindliche Organe wie Herz und Lunge im Brustkorb und das Gehirn im Kopf. Durch gelenkige Verbindungen der einzelnen Knochen untereinander ist überhaupt erst eine Fortbewegung möglich. Bei den Gelenken kann man einen Beugewinkel und einen Streckwinkel unterscheiden. Wird das Gelenk gebeugt, so werden die freien Enden der Knochen des Gelenkes einander genähert, wird es gestreckt, entfernen sich die Knochenenden voneinander. Zur Ausführung der Vielzahl der Bewegungsabläufe sind die einzelnen Gelenke sehr unterschiedlich gebaut und haben verschiedene Bewegungsradien. |
| Darstellung des Knochengerüstes/Skelett | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Verdauungsorgane |
Die Nahrung wird in der Maulhöhle eingespeichelt (Speicheldrüsen) und dann durch die Speiseröhre in den Magen transportiert,
wo die Verdauung fortgesetzt wird. Die Nahrung wird im Dünndarm mit den Abschnitten: Zwölffingerdarm(12), Leerdarm und
Hüftdarm weiter aufgespaltet, wobei Verdauungssäfte aus der Leber(10) und der Bauchspeicheldrüse helfen. Im Dickdarm mit
den Abschnitten: Blinddarm, Grimmdarm und Enddarm(13) wird die Verdauung beendet und die nicht verdauten Reste zum Kot
eingedickt. |
| Kopfspeicheldrüsen und Übersicht der Körperhöhlenorgane | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Herz und Kreislauf |
Das Herz ist die Pumpe des Körpers, die für den Bluttransport sorgt. Über die
Venen gelangt das sauerstoffarme, verbrauchte Blut zur rechten Herzhälfte und wird von hier zur Lunge gepumpt. Die Lunge
versorgt das Blut mit Sauerstoff, der für alle Vorgänge im Körper von Bedeutung ist. Von der Lunge gelangt das Blut zurück
ins Herz, in dessen linke Hälfte und wird jetzt durch das Herz in die Hauptschlagader(3) gepumpt, von wo aus es sich über
die Arterien und Kapillaren im Körper verteilt und über die Venen zur rechten Herzhälfte zurückfließt. |
| Übersicht der Körperhöhlenorgane unter besonderer Berücksichtigung der Lage des Herzens | ||||||||||||||||||||||||||||||
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| Luftwege |
Die Atemluft gelangt durch die Nase in die Lunge. In der Nase wird die Luft
angewärmt und angefeuchtet. Diese Anfeuchtung ist für die Sättigung der Luft in der Nase mit Wasserdampf und das Verdunsten
der Produkte der Drüsen in der Nase von Bedeutung. Hierdurch wird das Riechen wesentlich unterstützt. Die so präparierte
Luft gelangt durch den Kehlkopf und Kreuzung des Verdauungsweges in die Luftröhre und von hier in die Bronchien. Diese
verzweigen sich vielfach in den Lungen bis zu feinsten Bläschen, durch deren Wand hindurch der Austausch des mit der Luft
eingeströmten Sauerstoffes und des aus dem Blut stammenden Kohlendioxids erfolgt. Dieses Gas wird bei der Ausatmung in die
Umwelt abgegeben. Die Luft kann auch über die Maulhöhle aufgenommen werden, was aber nur bei starker Belastung erfolgt.
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| Körperhöhlenorgane unter besonderer Berücksichtigung der Atemwege | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Zwerchfell |
Das Zwerchfell ist ein Muskel und trennt den Brustkorb mit Herz und Lunge
vom unteren Bauchbereich. es besteht aus dem gabelförmigen, aber dünnen Zwerchfellspiegel und umgrenzendem muskulösem
Gewebe, das von einer Vene durchdrungen wird. Da bei der Ausatmung das Zwerchfell erschlafft, drängen die Eingeweide in
den Brustbereich und engen die Lunge ein. Erst bei der Ausatmung erweitert sich die Lunge, da das Zwerchfell durch die
Muskelanspannung sich abflacht und damit wieder sich in Richtung Bauchhöhle wandert. Wenn das Zwerchfell der Katzen
gerissen oder gebrochen sein sollte, wandern die Organe aus der Bauchhöhle in die Brusthöhle und drücken auf Herz und
Lunge. Kurzatmigkeit, Atemschwierigkeiten, Herzrasen, Herzrhythmusstörungen, Magen-Darm-Störungen, Gewichtsverlust oder
allgemeines Unwohlsein sind sichtbare Zeichen. Manche Katzen, besonders jene, die mit diesem Defekt geboren werden, zeigen
nur wenige Anzeichen. Sie wachsen und leben mit dem Defekt und lernen, ihn zu kompensieren. |
| Männliche Geschlechtsorgane |
Man unterscheidet hier: die zwei Keimdrüsen-Hoden(17), die die Samenzellen
bilden-, die zwei Nebenhoden(17), die die Samenzellen speichern, die zwei Samenleiter(18), durch die die Samenzellen
transportiert werden, und die Vorsteherdrüse(19), die zu dem Samen noch bestimmte Sekrete dazugibt. Durch die Harnröhre,
in die die Samenleiter münden, wird der Samen beim Deckakt in die Gebärmutter abgegeben. Das Glied des Katers(20) ist nach
hinten gerichtet. |
Harnsystem1. Blase 2. Hoden 3. Penis 4. Harnleiter 5. Harnröhre |
| Körperhöhlenorgane unter besonderer Berücksichtigung der männlichen Geschlechtsorgane | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Weibliche Geschlechtsorgane |
Diese gliedern sich von vorn nach hinten in zwei Eierstöcke(14), zwei
Eileiter, die Gebärmutter(15) mit ihren beiden Hörnern und dem kurzen Körper, den Gebärmuttermund sowie die Scheide(17)
und den Scheidenvorhof. Beim Deckakt liegt das Glied in der Scheide und der Samen wird in die Gebärmutter abgegeben. Am
Eierstock sind zu dieser Zeit Eizellen frei geworden, die in den Eileiter fallen. Hier treffen sie auf die aktiv vorwärts
wandernden Samenfäden und es kommt zur Befruchtung. Die befruchteten Eizellen gelangen in die Gebärmutter, wo sie sich
festsetzen und zu geburtsreifen Katzen entwickeln. |
| Körperhöhlenorgane unter besonderer Berücksichtigung der weiblichen Geschlechtsorgane | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Schädel |
Katzen haben im Gegensatz zu anderen Tieren einen kurzen, nach vorne gerundeten Schädel. Der obere Teil des Schädels
(Gesichtsschädel) unserer Katzen setzt sich aus der Schädelhöhle, dem Stirnbein, dem Scheitelbein, dem Schläfenbein, dem
Jochbein dem Nasenbein und den Oberkieferknochen zusammen. Das Stirnbein grenzt an das Scheitelbein. Vom Stirnbein setzt
sich das Nasenbein, welches am Oberkiefer endet. Der Oberkiefer besteht aus einem paarigen Hohlknochen. Die Oberkieferbeine
bestehen aus einem mittleren, hohlen Teil mit einer Verbindung zur Nasenhöhle. Das Jochbein ist deutlich seitlich ausgeprägt.
Die Augen ruhen in den Augenhöhlen. Der Unterkiefer ist durch ein Gelenk mit dem Hirnschädel verbunden. Er besteht aus dem
Unterkieferkörper, den Zahnfächern und dem Unterkieferrast mit Gelenk- und Muskelfortsatz auf beiden Seiten.
![]() Um die Beute festzuhalten und zu zerteilen, hat unsere Samtpfote ein Raubtiergebiss mit langen Eckzähnen, Reißzähne oder Fangzähnen und kräftige vordere Backenzähne. Im sitzen Kiefer insgesamt 30 Zähne (16 oben und 14 unten). Der Unterkiefer hat einen Backenzahn weniger. Allerdings hat eine Katze als Fleischfresser weniger Zähne als wir. Das Gebiss der Katze ist auf das Zerteilen der Beute ausgerichtet und da die Katze ihren Unterkiefer kaum hin und her bewegen kann, muss sie beim Kauen den Kopf mal nach links und mal nach rechts drehen. Sie kann das Fleisch also nicht zermalmen, sondern nur zerkleinern und schlucken. Zur Unterstützung hat hier eine starke Kaumuskulatur. So wird das Gebiss einer Katze zu einem effektiven Werkzeug und ist gleichzeitig eine Waffe. |
| Zähne | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
Das vollständige Gebiss eines gesunden erwachsenen Tiers besteht aus 30 Zähnen, 16 Zähne im Ober- und 14 Zähne im
Unterkiefer. Welpen haben nur 26 Milchzähne. Im Alter von etwa zwei Wochen brechen die ersten Milchzähne eines Kätzchens
durch und mit acht Wochen ist das Welpengebiss dann vorhanden. Mit vier bis sechs Monaten erfolgt der Zahnwechsel und mit
neun Monaten ist das Gebiss einer erwachsenen Katze vollkommen entwickelt.Die vier dolchartigen Reißzähne (2) sind die gefährlichste Waffe einer Katze, mit ihnen fängt und tötet sie ihre Beute. Die kräftigen Backenzähne (3) zermalmen das Futter anschließend zu verdauungsfähigen Stückchen. Auch kleinere Knochen werden zermalmt. Da gekochte Hühnerknochen leicht splittern, geben Sie bitte kein gegartes Huhn mit Knochen, nur bei rohem Huhn können die Knochen dabei bleiben. Die winzigen Schneidezähne (1) im Ober- und Unterkiefer benutzt eine Katze nur um Fleischreste vom Knochen abzuschaben oder zur Fellpflege. Mit Geschick angelt sie sogar Flöhe aus ihrem Fell. Zwischen Reiß- und Backenzähnen befindet sich im Unterkiefer links und rechts eine Zahnlücke und der letzte verkümmerte Backenzahn. Das Gebiss der Katze bedarf keiner außergewöhnlichen Pflege - es sollte aber einmal im Jahr beim Check-up vom Tierarzt untersucht werden. Eventuell wird bei dieser Gelegenheit Zahnstein entfernt, der sich bilden kann. Durch Zahnstein kann eine Katze ihre Zähne verlieren. Ein gesundes Gebiss ist weiß und das Zahnfleisch rosa; ein mit Zahnstein überzogenes Gebiss ist grau bis braun verfärbt. Eine Katze mit Zahnerkrankungen riecht nicht nur aus dem Maul, sondern in der Folge kann sie auch ernsthaft (z.B. Nieren) erkranken.
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| Die Wirbelsäule |
Die Wirbelsäule der Katze besteht aus unterschiedlichen Wirbeln: 7 Halswirbel, 13 Brustwirbel, 7 Lendenwirbel, die von
vorne nach hinten an Breite zunehmen, 3 Kreuzbeinwirbel und 20-23 Schwanzwirbel.
Da die Rückenwirbel sehr elastisch miteinander verbunden (im Gegensatz z.B. beim Menschen) sind, dadurch ist das Rückgrat
sehr beweglich. Nur die Kreuzbeinwirbel sind starr verbunden und damit keine Bewegung zulassen. Das Schlüsselbein ist
verkümmert und in der Muskulatur eingebettet, so dass das Schultergelenk trotzdem einen festen Halt hat. Die Halswirbel
sind besonders gut drehbar und da zusätzlich zwischen dem ersten und zweiten Halswirbel ein Gelenk ist, kann eine Katze
ihren Kopf nach allen Seiten, auch rückwärts gut drehen. Die hohen Dornfortsätze der Halswirbel garantieren die gute
Befestigung für eine kräftige Muskulatur. Eine Voraussetzung für die Sprungkraft, das gute Klettervermögen und auch das
die Katze beim Fallen auf die Füße landet, ist die Drehfähigkeit der Lendenwirbel. Die Beweglichkeit der Schwanzwirbel
zeigt nicht nur die aktuelle Stimmung Ihres Vierbeiners, sondern hilft auch beim Sprung, Laufen und Fallen als
"Balancegerät". |
| Brustkorb |
Der Brustkorb (Thorax) einer Katze setzt aus Brustwirbel, an denen die Rippen
(13 Stück) befestigt sind und dem Brustbein (Sternum) zusammen. Das Brustbein besteht aus mehreren kleinen Knochen, die
durch Knorpel verbunden sind. Mit zunehmendem Alter verhärten diese Knorpelstückchen allerdings und bilden damit eine
Einheit. Die Schulterblätter der Katze sind dünne, flache Knochen und an den vorderen, schmalen Teilen befinden sich die
Pfannen der Schultergelenke. Die Schulterblätter liegen lose seitlich am oberen Teil des Brustkorbs an und werden lediglich
durch Muskeln und Bänder gehalten. Dadurch kann sich eine Katze nicht nur durch engste Ritzen zwängen, sondern auch mühelos
auf einem schmalen Sims laufen. Diese Konstruktion hat den Vorteil, dass Kopf und Wirbelsäule unbeweglich bleiben, aber
Schulterblätter und Beine fast den Boden berühren, um fast den Erdboden berührend, sich an eine Beute anschleichen zu
können. Auch beim Laufen bewegen sich die Schulterblätter gleichzeitig mit den Oberarmbeinen. |
| Das Becken |
Das Becken der
Katzen ist äußerst schlank ausgebildet und besteht aus den beiden Hüftbeinen. Die beiden Hüftbeine bilden zusammen mit dem
Darmbein, Scharmbein und Sitzbein den Beckengürtel. Die Kreuzbeinwirbel und der erste Schwanzwirbel begrenzen die
Beckenhöhle. Die feste Verbindung des Beckens mit den Kreuzbeinwirbeln ist ideal zum Schleichen, bei Stürzen und um bei
Sprüngen abzufedern. In der halbkugelförmigen Beckenpfanne liegen die Oberschenkel. Die gesamte Anordnung der
Beckengliedmaße trägt und unterstützt den Katzenkörper beim Laufen und Springen und liefert mit den freien Gliedmaßen, die
nötige Kraftübertragung. |
| Vorderlauf |
Der halbkugelförmige Gelenkkopf des Oberarmbeins lagert in der Gelenkpfanne des Schulterblattes und ist zum restlichen
Knochen leicht verdreht ist. Es bildet die knöcherne Grundlage des Oberarms.
Das Oberarmbein ist ein Röhrchenknochen, dessen Gelenkende mit glasartigem Knorpel überzogen ist. Der Oberarmknochen endet
mit einem rollenförmigen Gelenk, das in der Einbuchtung der Elle eingebettet ist und auf der Gelenkfläche der Speiche
aufliegt. Diese Gelenkform nennt man Ellenbogen. Speiche und Elle, auch Unterarmbein genannt, sind etwa gleich stark, sind
nur durch einen kleinen Zwischenraum getrennt und enden rollenförmig. Es folgen mehrere Karpalknochen, die nebeneinander
zweireihig angeordnet sind, unter anderem das seitlich herausragende Erbsenbein. Dann die unterschiedlich langen
Voderfußknochen (vergleichen Sie Ihre Handfläche) und Zehenknochen mit den Krallenbeinen. Der gesamte Aufbau des
Vorderlaufes in Verbindung mit dem Schultergelenk hilft der Katze, Stöße zu dämpfen und abzufangen.
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| Hinterlauf |
Der Oberschenkel, der einen abgewickelten Gelenkkopf hat, sitzt in der Beckenpfanne. Damit der Unterschenkel im Oberschenkel gleiten kann, ist er am Ende mit einem Rollkamm und einer
Rollfuge ausgebildet. Der Unterschenkel hingegen ist durch ein Kniegelenk und einer tropfenförmigen Kniescheibe mit dem
parallel verlaufenden Schienbein und Wadenbein (Unterschenkel) verbunden. Das Schienbein ist am oberen Ende verdickt, so
dass das Wadenbein anliegen kann und zusätzlich ist eine Auskehlung vorhanden, damit die Kniescheibe geführt wird. Der
Hinterfuß unserer Katze besteht aus dem Tarsalknochen, dem Sprungbein und dem Fersenbein. Der Tarsalknochen setzt sich aus
drei Reihen zusammen. Wie eine Gelenkrolle funktioniert das Sprungbein. Das Fersenbein ragt aus dem Hinterlauf deutlich
heraus und bildet damit die Vorstufe zur Ferse. |
| Pfoten |
Eine Katze besitzt 7 Vorderfußwurzelknochen,
die das sehr bewegliche und drehbare Fußgelenk bilden. Direkt an den Fußwurzelknochen sitzen 5 Mittelhandknochen oder
Vordermittelfußknochen, an die sich 5 Zehenknochen der Vorderhand oder des Vorderpfoten anschließen.
Ihre Pfoten setzen
Katzen nicht nur zum Klettern ein, sondern auch wirksam zum Greifen, Zuschlagen und zur Körperpflege. Vielleicht haben
Sie schon einmal beobachtet, dass Ihr Liebling diese wie ein Löffel zum Trinken oder Fressen benutzt. Wenn sich Katzen
vorwärts bewegen, treten sie nicht mit der ganzen Pfote auf, sondern nur mit den Zehenspitzen und gehören damit zu der
Gruppe der Zehengänger. Den typischen geschmeidigen Gang nennt man auch Schleichgang. Das Fell geht bis zu den Ballen,
je nach Rasse unterschiedlich stark ausgeprägt. Die spitzen und sichelförmigen Krallen liegen in Krallenscheiden verborgen
und schnellen nur bei Bedarf hervor. Sie sind eine Kletterhilfe und eine wirksame Waffe zur Verteidigung und der Jagd.
Unsere Samtpfote läuft, sprintet und landet nur auf den Zehenspitzen, im Gegensatz zu anderen Lauftieren. So kann hier
nicht das gesamte Gewicht auf vielen Knochen sich verteilen. Damit sie einer solchen Belastung standhalten können, halten
Gewebebänder die Knochen fest zusammen und lassen nur eine geringe Seitenbeweglichkeit in den Fußgelenken zu.
Nur mit den Vorderpfoten, an denen sich Duftdrüsen zum Markieren des Reviers befinden, schärft und wetzt sie die Krallen. Wir finden dann die alten und ausgedienten Krallenhüllen. Um die hinteren Krallen auf Vordermann zu bringen, setzt sie ihre Zähne ein. Die Vorderpfoten haben 5 Zehen, vier an der Pfote und der kürzere Daumen ist weiter oberhalb angeordnet. An den hinteren Pfoten sind 4 große Zehen, die fünfte ist verkümmert. Der Aufbau der Gliedmaßen der Menschen ähnelt denen der Katze, nur sind die Längenverhältnisse umgekehrt. So sind die Oberarmbeine und Oberschenkel kürzer, dafür werden die Beine über Mittelfußknochen, Fußknochen bis zu den Zehen immer länger. So erreicht unser Vierbeiner die hohen Geschwindigkeiten. Damit sie den großen Beanspruchung standhalten können werden die Knochen von Gewebebänder fest zusammenhalten. Gleichzeitig ergibt sich daraus eine nur geringe Seitenbeweglichkeit in den Fußgelenken.
Krallen und Pfoten sind
für Katzen ausgesprochen wichtig. Bei den diversen
Sprüngen, z.B. von Ast zu Ast, von Sims zu Sims,
aufs Sofa oder beim Beutesprung, dienen die Pfoten
als Stossdämpfer und Bremshilfe. Die Sohlenballen,
mit kräftiger Hornhaut überzogen und gepolstert,
verleihen der Katze außerdem den leisen Gang. Beim
Klettern auf Bäume benutzt die Katze ihre Krallen
als Steigeisen. Beim Gehen jedoch zieht sie sie
ein, damit sie nicht abgewetzt werden. Damit die
Krallen scharf bleiben, schärft die Katze sie
regelmäßig an Bäumen oder ihrem Katzenbaum bzw.
Kratzbrett. |
| Fußballen |
Je nach Rasse ist die Farbe und Größe der Ballen unterschiedlich, aber sie dienen als Stoßdämpfer bei Sprüngen, als Bremse,
um schnell die Laufrichtung zu ändern und schützen vor Verletzungen, wenn die Katze durch dorniges oder steiniges Unterholz
streift. Auch sorgen die Ballen mit der dicken Haut dafür, dass die Fußwurzelknochen nicht verletzt werden. Die Vorderpfoten
haben fünf und die Hinterpfoten vier Fußballen. Ungeklärt ist die Funktion des einzelnen Fußballens, der nur an den
Vorderpfoten oberhalb der übrigen Fußballen sitzt und den Boden nicht berührt. Für die normale Fortbewegung ist dieser
Extraballen eigentlich ohne Bedeutung. |
| Blutgruppen unserer Katzen |
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Unsere Hauskatzen haben drei verschiedene Blutgruppen, die je nach Rasse unterschiedlich häufig vorkommen. So hat die
Europäisch Kurzhaar Katze (EHK) in der Regel die Gruppe A, dagegen ist die Verteilung bei getesteten Britisch Kurzhaar
Katzen 40 % Gruppe A und 59 % Gruppe B. Weitere Blutgruppen sind die Gruppen B und AB. Nach der letzten Gruppe bezeichnet
man das Blutgruppensystem der Katzen als AB-System. Da in den Gruppen A und B jeweils Antikörper der anderen Blutgruppe
vorhanden sind entstehen Unverträglichkeiten, die bei einer Bluttransfusion und insbesondere bei der Aufzucht der Welpen
durch die Muttermilch zu Hämolyse, Zerfall der roten Blutkörperchen; führt. Wenn die Welpen ohne erkennbaren Grund sterben,
kann Blutunverträglichkeit der Katzeneltern die Ursache sein, daher müssen um dieses zu vermeiden, die an sonsten gesunden
Welpen für zwei Tage zu einer Ersatzmuter geben oder mit Aufzugsmilch aufziehen. Danach dringen die Antikörper nicht mehr
durch die Darmwand. Die bei einer säugenden Mutter in dem Kolostrum (Muttermilch der ersten paar Tage) enthaltenden
Abwehrstoffe und Immunstoffe können bei sorgfältiger Hygiene vernachlässigt werden. Blutgruppenunverträglichkeit Der medizinische Fachausdruck für die Blutgruppenunverträglichkeit heißt feline neonatale Isoerythrolyse oder "Fading kitten syndrom" (FNI). Erste Anzeichen des Zerfalls der roten Blutkörperchen können eine Gelbsucht, Blutarmut oder ein bräunlicher Urin der Welpen sein. Da die Antikörper der Blutgruppe B stärker dominieren, als die der Blutgruppe A, sind die Jungen mit der Blutgruppe A stärker gefährdet. Hat hier der Kater die Gruppe A und die Katze die Gruppe B, muss dies bei der Paarung von Katzen beachtet werden. Aber Katzen mit der Blutgruppe AB besitzen dagegen keine Antikörper. |